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Stuttgarter Zeitung, 25. Juli 2005:
»Ein Traum wird wahr«

Mike Binde trifft Kimi Räikkönen

Im Alter von 18 Jahren ist Mike Binde ins Krankenhaus gekommen. Die Diagnose: Leukämie. Die Organisation Kinderträume fragte ihn später nach seinem größten Wunsch. Am Hockenheimring hat Mike Binde nun Kimi Räikkönen getroffen.

Von Felix Bingesser

Im vergangenen Jahr ist der Magdeburger Mike Binde wie 117.316.913 andere Fans auch vor dem Bildschirm gesessen und hat sich das Formel-1-Rennen in Hockenheim angeschaut, so wie er das seit zehn Jahren bei jedem Grand Prix tut. Im Hinterkopf hat er da nach wie vor seinen Traum gehabt, seinen Wunsch, selbst einmal bei einem Formel-1-Rennen dabei zu sein und die Stars des Motorsports hautnah zu erleben. Nun ist ihm in Hockenheim sein Wunsch erfüllt worden. Er hat Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya im Vorfeld des Rennens persönlich getroffen und hat sich später auf der Tribüne den Großen Preis von Deutschland angeschaut. Zusammen mit seinem Bruder ist er mit dem Auto von Magdeburg nach Hockenheim gefahren und hat dort vier Tage lang den Höllenlärm, das bunte Treiben, dieses für viele Leute so faszinierende Ambiente des Rennsports genossen – nicht nur auf der Tribüne, sondern auch im ganz intimen Bereich der Fahrer. Mike Binde hatte zusammen mit einigen anderen Kindern und Jugendlichen Zugang zum Motorhome von McLaren-Mercedes.
Geäußert hat er diesen Wunsch bereits im September 2003. Damals lag er in Magdeburg im Krankenhaus. Leukämie lautete die niederschmetternde Diagnose. Die Ungewissheit, die Angst vor der Zukunft war groß, als eine Vertreterin der Aktion Kinderträume (www.kindertraeume.de) an sein Bett trat und ihm einen Wunschzettel präsentierte. Für Mike Binde war klar: »Ich will einmal bei einem Formel-1-Rennen dabei sein.« Im Frühling 2004 folgte dann eine Rückenmarktransplantation, insgesamt lag er mehr als ein Jahr in der Klinik. Mittlerweile aber ist er gesund, beinahe zumindest. Weil bei der Operation ein Nerv verletzt wurde, hat er kein Gefühl mehr im rechten Bein. Seine Ausbildung zum Straßenbauer musste er abbrechen, derzeit lässt er sich zum Mediendesigner umschulen.
Geblieben ist auch die Angst vor einer Rückkehr der heimtückischen Krankheit. »Fünf Jahre muss ich noch abwarten«, sagt er dazu, »aber ich verdränge die Angst. Das ist irgendwie wie bei den Formel-1-Fahrern.«

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