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Danke für die guten Nachrichten!

Kinderträume e.V. in der Presse

Über die Arbeit von Kinderträume e.V. wurde schon in den unterschiedlichsten Medien berichtet. Hier möchten wir daher einen kleinen Überblick über bisher erschienene Artikel geben. Dieses Archiv wächst beständig; die zahlreichen publizierten Beiträge können wir mit unseren eingeschränkten personellen Möglichkeiten nur langsam erfassen. Daher lohnt es sich, hier immer wieder einmal hereinzuschauen.

Wir bedanken uns gleichzeitig sehr herzlich bei allen Medienvertretern aus Print, Funk und Fernsehen für die umfangreiche Berichterstattung! Jede Meldung, die Kinderträume e.V. bekannter macht, unterstützt unsere Arbeit.

Katholische SonntagsZeitung, 25. August 2007:
»Ein Stückchen Freiheit«

»Kinderträume« erfüllt Wünsche schwer kranker Jugendlicher

„Man muss daran glauben, dass Dinge möglich sind. Ich will nicht hören, dass etwas von vornherein nicht geht. Man muss es erstmal versuchen!“ sagt Maria Kohl bestimmt. Die Vorsitzende des Vereins „Kinderträume“ setzt seit nunmehr zehn Jahren täglich alles daran, bisweilen scheinbar Unmögliches möglich zu machen - um schwer kranken Kindern und Jugendlichen ihre Herzenswünsche zu erfüllen.

Die Wände des Vereinsbüros im Berliner Bezirk Charlottenburg sind voll von Kinderbriefen, bunten Zeichnungen und Fotos von Wunscherfüllungen. Ob beim Schwimmen mit Delfinen, zu Besuch im Disneyland Paris oder beim Posieren mit ihrem Lieblingsstar - die Kinder auf den Fotos sind von ihrer Krankheit gezeichnet, doch ihre Augen strahlen. „Die Ärzte sind sehr kooperativ und schicken die Kleinen notfalls auch mit Mundschutz los, wenn ein Wunsch erfüllt werden kann. Die Blutwerte sind danach immer verbessert“, berichtet Maria Kohl. Heute will sie den 16-jährigen Matthias Graske besuchen, der vor kurzem im Garten seiner Eltern ein eigenes Holzhaus bekommen hat.

Zuvor stehen für die Berlinerin allerdings noch einige Telefonate mit dem Vatikan an. Wenzel, neun Jahre, hat Knochenkrebs und wünscht sich sehnlichst, von Papst Benedikt XVI. persönlich gesegnet zu werden. Zwar hat er vom Heiligen Stuhl eine Einladung zur Audienz in der kommenden Woche erhalten, jedoch ohne Platzkarte, da diese im August generell nicht ausgegeben werden. Ansprechpartner Monsignore Held bedauert, zum Zeitpunkt der Audienz nicht selbst vor Ort sein zu können, „aber seien sie sicher, dass unsere Leute das Mögliche tun werden. Die Gardisten sind in der Regel sehr hilfsbereit.„ Beim Deutschen Pilgerbüro hingegen fühlt sich niemand für ihr Anliegen zuständig. „Wenn Leute so unengagiert sind, regt mich das wirklich auf“, ärgert sich Maria Kohl. „Wenn ich den kranken Kindern helfen kann, treibt mich das an, da kann ich nicht stillsitzen, bis ich alles versucht habe.„

Diese Energie strahlt sie auch aus. Die 71-Jährige hat früher als Sängerin und Synchronsprecherin gearbeitet. Sie wirkt gut und gern zehn Jahre jünger, denn sie hat für sich und ihre Aufgabe die richtige Mischung aus Engagement und Gelassenheit gefunden. „Wenn der Druck zu groß wird, sage ich mir: ,Meine Chefin ist die Gottesmutter. Sie ist verantwortlich, ich bin nur ihr Werkzeug, und so wird alles seinen Weg gehen“, erklärt die Katholikin.

Der Weg zu Matthias führt Maria Kohl nach Mallnow, einem Ortsteil von Lebus nahe der polnischen Grenze. Der Stolz auf sein „Eigenheim“ ist ihm anzusehen, als er den Besuch auf die Terrasse des Holzhauses bittet. Das Haus selbst ist noch leer, bekommt aber demnächst Stromanschluss, eine Kochecke und eine Elektroheizung. „Ein Stückchen Freiheit“ hatte sich Matthias in seinem Brief an „Kinderträume„ davon erhofft. In einem Alter, in dem sich andere Jugendliche langsam von ihren Eltern abnabeln, ist der seit Oktober 2005 an „Non Hodgkin“ (Lymphdrüsenkrebs) erkrankte 16-Jährige völlig auf sie angewiesen. „Im April hat Matthias eine einjährige Erhaltungstherapie abgeschlossen, da schien alles gut“, erzählt seine Mutter Ilka (38). Bei der Nachuntersuchung im Mai folgte dann der Schock: Der Krebs wächst wieder. Jetzt bereiten die Ärzte im Klinikum Berlin-Buch eine Transplantation mit eigenen Stammzellen vor. Schon allein die medikamentöse Vorbereitung darauf wird für Matthias‘ Körper eine unglaubliche Belastungsprobe.

Dennoch oder gerade deshalb will die Familie nach vorn blicken. „Im nächsten Jahr wollen wir vor dem Haus für Matthias einen Swimmingpool anlegen“, berichtet Ilka Graske. Ihr Sohn denkt bereits über den Führerschein nach: „Ab 17 darf ich ja jetzt, wenn auch mit einem Beifahrer“, woraufhin ihm seine Mutter schon mal scherzhaft gute Ratschläge für sicheres Fahren gibt. Zum Abschied überreicht Matthias Maria Kohl einen Blumenstrauß und einen Präsentkorb mit Schokolade, selbstgemachter Marmelade, Tomaten aus dem Garten und Eiern von Nachbars Hühnern. Sie wollen in Verbindung bleiben.

Kleine Patienten aus ganz Deutschland schreiben dem Verein ihre Wünsche. Manchmal kommen zwei, manchmal zehn Briefe pro Woche. Auch die 85 festen Mitglieder sowie die Förderer kommen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter wechseln relativ häufig. „Hilfen für die Papierarbeit finden sich schon, aber viele wollen nicht in die Krankengeschichten involviert werden“, erläutert die Vorsitzende. Andere erwarteten ständiges Lob für ihr Engagement, „aber dafür haben wir hier wirklich keine Zeit. Wer uns hilft, muss das auch ohne ständige Bestätigung gerne tun.“

Gut 1500 Wünsche hat „Kinderträume“ mittlerweile erfüllen können. Im Dezember 2005 erhielt Maria Kohl von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz. Doch soviel Freude ihr ihre Arbeit auch macht - die Schattenseite bleibt allgegenwärtig. „Das Schlimmste ist, wenn ein Kind kurz vor der Erfüllung seines Wunsches stirbt, auch wenn mir die Eltern dann oft sagen, es wäre schon durch die Aussicht darauf glücklich gewesen“, sagt Maria Kohl leise. „Aber wir können vor dem Tod nicht die Augen verschließen, er gehört dazu.“

– Victoria Heymann

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